Cookart Social World steht für eine Organisation, welche auf sozialem Boden für Zusammenarbeit, Teamgeist, Motivation, Hilfe vor allem aber für Freundschaft steht. Zum Besuch der Webseite, klick das Logo an
Cookart Social World steht für eine Organisation, welche auf sozialem Boden für Zusammenarbeit, Teamgeist, Motivation, Hilfe vor allem aber für Freundschaft steht. Zum Besuch der Webseite, klick das Logo an
Maltese Food and Gastronomy
Maltese Food and Gastronomy
Maltalunch is a truly local online restaurant community
Maltalunch is a truly local online restaurant community
Malta Restaurant Guide
Malta Restaurant Guide
A leading website for information on dining in Malta
A leading website for information on dining in Malta
Elke Palenio’s große Schwäche ist das Kochen, Backen und die dazugehörige Food Fotografie. Ihr Blog ist noch ganz neu, aber er zeigt jetzt schon ein paar ganz tolle Rezepte zum Nachkochen. Einfach das Bild anklicken, es lohnt sich...
Elke Palenio’s große Schwäche ist das Kochen, Backen und die dazugehörige Food Fotografie. Ihr Blog ist noch ganz neu, aber er zeigt jetzt schon ein paar ganz tolle Rezepte zum Nachkochen. Einfach das Bild anklicken, es lohnt sich...

 

Hygiene-Regeln für den Umgang mit Lebensmitteln?

 

Das Thema Hygiene und Ernährung ist in den letzten Monaten wieder mehr ins Rampenlicht gerückt. Besonders die Hygiene in der Küche und im Umgang mit Lebensmitteln.

 

Die schweren und zum Teil tödlichen EHEC-Infektionen in Deutschland hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nun zum Anlass genommen, Service-Checkkarten mit wichtigen Hinweisen zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen, zu veröffentlichen.

 

Laut dem Robert-Koch-Institut ist der EHEC-Ausbruch überwunden. Dennoch sollte das Thema Hygiene nicht gleich wieder aus den Köpfen der Menschen verschwinden. Denn Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln und generell in der Küche ist sehr wichtig und könnte in Zukunft dazu beitragen, eine derartige Verbreitung zu verhindern.

 

 

Was ist bei Lebensmittelhygiene, Reinigung und Desinfektion zu beachten?

 

Lebensmittelhygiene, Reinigung und Desinfektion
verbrauchertipps_zu_lebensmittelhygiene_
Adobe Acrobat Dokument 174.0 KB

 

Lebensmittel gut waschen oder am besten kochen

 

Besonders vorsichtig sollte man im Umgang mit rohem Obst und Gemüse sein. Gutes Waschen ist hier besonders wichtig. Um sich noch mehr auf der sicheren Seite zu fühlen, kann man Obst oder Gemüse vor dem Verzehr auch schälen.

 

Wenn man es kocht, ist die Gefahr von Infektionen generell gering. Kochen sollte man es dann allerdings bei hoher Temperatur. Entscheidend ist auch, dass man schon bei der Arbeitsflächennutzung darauf achtet, sauberes und noch ungewaschenes Obst oder Gemüse voneinander zu trennen.

 

Die richtige Lagerung von Lebensmitteln schützt vor Keimen

 

Beim Umgang mit Lebensmitteln spielt auch die Lagerung eine enorm wichtige Rolle, damit sich nicht im Vorfeld schon Keime entwickeln können. So sollte vor allem die Kühlung von empfindlichen Lebensmitteln wie beispielsweise Hackfleisch nicht unterbrochen werden.

 

Wenn man Hackfleisch einfriert, lässt man es auch so lange eingefroren, bis man es essen möchte. Ein erneutes Einfrieren sollte man tunlichst unterlassen. Hier gibt es weitere Tipps zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln.

 

Auch die Körperhygiene ist von großer Bedeutung

 

Aber nicht nur die Hygiene der Lebensmittel selbst spielt eine wichtige Rolle, sondern auch die Körperhygiene. So sollte man seine Hände logischerweise vor allem nach dem Benutzen der Toilette waschen.

 

Aber auch generell vor dem Umgang mit Lebensmitteln.

Besonders beim Umgang mit rohem Fleisch und Geflügel oder ungewaschenem Obst und Gemüse wird angeraten, die Arbeit gelegentlich zu unterbrechen, um sich zwischendurch die Hände mit Seife zu waschen.

 

Die Rückkehr der Keime

 

Durch den globalen Handel mit Lebensmitteln können bereits besiegte Krankheiten wieder aufflammen

Stoffliche Lebensmittel-Risiken, wie Dioxin- oder Acrylamidbelastungen, haben in der öffentlichen Wahrnehmung einen hohen Stellenwert. Aber es sind oft die mikrobiellen Risiken, die für die Gesundheit von größerer Bedeutung sind. Rund 2 Millionen Menschen sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation jährlich weltweit durch verdorbene Lebensmittel.

 

Selbst im hoch-technisierten Deutschland werden jedes Jahr rund 200.000 Erkrankungen gemeldet, mehr als 60.000 davon durch Salmonellen verursacht. Fachleute gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Erkrankungen um einen Faktor 10 bis 20 höher liegt. Die Kosten, die dem Gesundheitswesen nur durch Salmonellen-Erkrankungen entstehen, beziffert die Europäische Union auf drei Milliarden Euro jährlich.

 

"Lebensmittelinfektionen", so der Präsident des BfR, Professor Andreas Hensel, auf dem 5. Weltkongress Lebensmittelinfektionen und -intoxikationen, "sind ein globales Problem. Nur wenn wir international einheitlich hohe Maßstäbe an die hygienische Qualität unserer Lebensmittel anlegen, können wir auf Dauer verhindern, dass neue Erreger an Bedeutung gewinnen oder regional ausgerottete Krankheiten wieder aufleben".

 

 

 

Salate, Sprossen und Keimlinge

Was sollte man beim Verzehr von küchenfertig vorgeschnittenen und verpackten Salaten, Sprossen und Keimlingen aus dem Einzelhandel beachten?

 

Salate, Sprossen und Keimlinge
hohe_keimbelastung_in_sprossen_und_kuech
Adobe Acrobat Dokument 200.4 KB

 

 

 

Der Grundsatz: "Global denken, aber lokal angepasst handeln", gilt auch bei der Abwehr von Lebensmittelinfektionen und -intoxikationen. In den Ländern der Europäischen Union, in Japan, Australien und den USA sind die lebensmittelhygienischen Probleme anders gelagert als in den anderen asiatischen und den afrikanischen Ländern.

 

Durch die Einführung des "Farm to Fork"-Konzepts, das die Lebensmittelhygiene prozessbegleitend vom Futtermittel für das Tier bis zum verzehrsfertigen Lebensmittel auf dem Teller des Verbrauchers etabliert, haben sich die Risiken in den Industrieländern verlagert. Während in der Verarbeitung durch hohe Hygienestandards und die Einführung des "Hazard Analysis and Critical Control Point (HACCP)"-Konzepts das Gefahrenpotential deutlich gesunken ist, gibt es nach wie vor Probleme bei der Sanierung der Tierbestände: Lebensmittel liefernde Tiere können Krankheitserreger tragen, ohne selbst klinische Symptome zu zeigen. Die Belastung mit den Keimen wird deshalb häufig übersehen; geeignete Sanierungsmaßnahmen stehen oft nicht zur Verfügung.

 

Neben den Lebensmittel liefernden Tieren sind vor allem die Lagerung und die Zubereitung sensible Bereiche im Hinblick auf spätere Lebensmittelinfektionen. Das belegen zahlreiche epidemiologische Untersuchungen. Kritisch sind vor allem unter Vakuum oder Schutzgas verpackte empfindliche Lebensmittel mit einer Haltbarkeit von bis zu 3 Wochen.

 

In derart verpackten Fisch- und Fleischprodukten, insbesondere in Aufschnittware, können sich während langer Lagerzeiten Listerien so stark vermehren, dass damit belastete Lebensmittel geeignet sind, Erkrankungen auszulösen.

 

 

 

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Rekontamination von Lebensmitteln bei der Zubereitung. Untersuchungen zur Gemeinschaftsverpflegung als Quelle von Lebensmittelinfektionen legen dar, dass besonders das abendliche erneute Aufwärmen von Speisen, die für den Mittagstisch zubereitet wurden und aufgetragen waren, risikoreich ist.

 

Vor allem toxinbildende Erreger wie Bacillus cereus haben so Lebensmittelinfektionen ausgelöst. Diese Keime stellen gerade in Lebensmitteln, die der Verbraucher als relativ sicher einschätzt, wie Reis, Möhren oder Erbsen, eine Gefahr dar. Ähnliches wie für die Gemeinschaftsverpflegung gilt vermutlich auch für den Privathaushalt. Allerdings gibt es hierzu wenig dokumentierte Fälle, weil Einzelfälle selten gemeldet werden.

 

Auch der wachsende globale Handel mit Lebensmitteln und die Veränderungen des heimischen Speisezettels bergen neue Risiken mit altbekannten Erregern. Nicht nur Schnittsalate, sondern auch andere pflanzliche Lebensmittel, die roh verzehrt werden, wie Kichererbsenbrei oder Mandeln, können mit Salmonellen belastet und damit eine Quelle für Lebensmittelinfektionen sein.

 

In den Ländern Asiens sind Aquakulturen häufig in Einzugsgebieten von Ballungsräumen angesiedelt. Fisch und Meeresfrüchte aus diesen Regionen können deshalb durch Cholera-Erreger oder Hepatitis A-Viren aus Abwässern verunreinigt sein.

 

Vor allem Shrimps, Muscheln oder Tintenfische sollten deshalb grundsätzlich nicht roh verzehrt werden.

 

Hier gilt, wie immer auf Reisen, der Wahlspruch englischer Touristen des 19 Jahrhunderts: Kochen, Schälen oder Vergessen - cook it, peel it or forget it!

 

 

 

Lebensmittelhygiene: Fleisch, Milch, Eier & Fisch

Oftmals verderben einwandfrei gekaufte Lebensmittel erst durch unsachgemäßen Transport oder es treten gesundheitliche Probleme auf, die durch eine nicht ausreichende Küchenhygiene ausgelöst werden.

 

Lebensmittel schon während des Einkaufs kühlen

Bei leicht verderblichen Lebensmitteln sollte stets auf ausreichende Kühlung geachtet werden. Rohes Fleisch, Fleischerzeugnisse, Fisch sowie andere empfindliche Produkte sollten bei längeren Einkäufen oder Autofahrten vom Geschäft nach Hause in einer Kühltasche transportiert werden.

 

Tiefgefrorene Lebensmittel sollten als letztes gekauft und ebenfalls gekühlt werden. Das Aussehen und der Geruch der gekauften Produkte sollte ebenso einwandfrei sein wie der Eindruck, den die Verkaufsstelle macht, an dem Fleisch oder Fisch erworben wurden.

 

Auf Hygiene in der Küche achten

Grundsätzlich sollte vor der Verwendung eines Lebensmittels dessen Mindesthaltbarkeitsdatum kontrolliert werden. Frische Lebensmittel sollten vor der weiteren Verarbeitung gründlich gereinigt beziehungsweise geschält werden. Werden rohe Produkte wie Eier, Fisch oder Fleisch verwendet, so sollten bei der Küchenarbeit unterschiedliche Schneidebretter, Schälchen und Messer verwendet werden.

 

Zum Abtrocknen eignen sich am besten kochfeste Küchentücher oder Küchenpapier. Nach dem Kontakt mit Fleisch, Eiern oder Fisch sollten nicht nur die Hände, sondern auch Arbeitsflächen, die mit den rohen Lebensmitteln in Kontakt gekommen sind, gereinigt werden. Tiefkühlkost sollte nach Möglichkeit im Kühlschank und nicht bei Zimmertemperatur aufgetaut werden.

 

Das Abtauwasser sollte anschließend vom Produkt abgewaschen werden. Aufgetaute Lebensmittel sollten nicht wieder eingefroren werden.

 

Lebensmittel aus aufgegangenen Einmachgläsern oder aus Konservendosen mit beschädigten Wänden oder aufgewölbtem Deckel sollten nicht mehr verzehrt werden, da sie gesundheitsschädliche Krankheitserreger enthalten können.

 

Ausreichend erhitzen – Langes Warmhalten vermeiden

Zur Vernichtung von Krankheitserregern wie beispielsweise Salmonellen sollten gegarte Lebensmittel eine Kerntemperatur von mindestens 70 Grad Celsius erreichen. Um die Kochgewohnheiten zu überprüfen, kann diese Temperatur mit einem Bratthermometer kontrolliert werden.

 

Rühr- und Spiegeleier sollten immer durchgebraten werden, Frühstückseier sollten mindestens fünf Minuten kochen. Frischer Fisch sollte so lange gegart werden, bis er undurchsichtig und leicht zerteilbar ist. Gekochte Speisen sollten möglichst sofort verzehrt und nicht lange warm gehalten werden.

 

 

Fleisch richtig lagern und verarbeiten

Bei sachgemäßer Schlachtung und Verarbeitung ist rohes Fleisch mit relativ wenig Keimen besiedelt. Die hohen Protein- und Wasseranteile des Fleisches begünstigt jedoch das Wachstum von Mikroorganismen.

 

Aus diesem Grund verdirbt Fleisch relativ leicht und muss daher besonders hygienisch behandelt werden. Verdorbenes Fleisch darf in keinem Fall verzehrt werden. Offenes Fleisch sollte innerhalb von zwei Tagen, Hackfleisch spätestens nach einem Tag zubereitet werden.

 

Tipps zum richtigen Umgang mit Fleisch:

 

++ Rohes sowie zubereitetes Fleisch immer kühl und zugedeckt lagern.

 

++ Arbeitsflächen, die mit rohem Fleisch in Berührung gekommen sind, sofort und gründlich mit heißem Wasser reinigen, um eine Ausbreitung von Keimen zu verhindern. Reinigungstücher regelmäßig waschen oder Einmaltücher verwenden.

 

++ Rohes Fleisch sollte nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommen, damit Keime nicht übertragen werden. Vor allem nicht mit Lebensmitteln, die anschließend nicht mehr erhitzt werden können (Salate, Aufschnitt, Milcherzeugnisse). Daher sollte man sich während der Zubereitung immer die Hände waschen, nachdem man Fleisch angefasst hat, offene Wunden an den Händen sollten immer abgedeckt werden

 

++ Fleisch so zubereiten, dass auch im Innern 70 bis 80 Grad Celsius erreicht werden. Diese Temperatur tötet hitzeempfindliche Mikroorganismen ab.

 

++ Fleisch immer verzehrfertig zu Ende braten und nicht nur anbraten. Bleibt das Fleischinnere nämlich roh, so bietet es gute Wachstumsbedingungen für schädliche Mikroorganismen. Beim späteren Fertigbraten würden zwar die Mikroorganismen selbst abgetötet werden, die von ihnen gebildeten Stoffwechselprodukte werden dabei aber nicht unbedingt zerstört.

 

++ Zubereitete Fleischspeisen, die nicht sofort auf den Tisch kommen, sollten heiß gehalten werden oder rasch abgekühlt und dann kühl gelagert werden.

 

 

Geruch, Färbung, Oberfläche – Wie man frisches Fleisch erkennen kann

Verbraucher sollten Fleisch möglichst schon beim Einkauf auf seinen Geruch, die Oberfläche und die Färbung überprüfen.

 

Geruch

Alle Fleischsorten sollten keinen unangenehmen Duft verströmen, sondern neutral mild bis leicht säuerlich riechen, keinesfalls süßlich. Frisches, hochwertiges Fleisch verliert zudem nicht viel Wasser, es sollte also nahezu trocken in der Packung liegen.

 

Viel Wasser in der Verpackung kann ein Hinweis auf früheres Auftauen sein. Vorsicht also bei blassem, weichem und nässendem Fleisch, das bereits in der Theke in seinem eigenen Saft liegt.

 

Beschaffenheit von Oberfläche und Farbe

Die Oberfläche von Geflügelfleisch sollte nicht „schmierig“ aussehen und keine Druckstellen aufweisen. Fleisch muss die Fingerdruckprobe bestehen. Es darf sich nicht schwammig weich anfühlen oder zu stark eindrücken lassen, sondern muss fest sein. Die Farbe sollte niemals ins Gräuliche abweichen.

 

Frisches Rindfleisch erkennt man an einer dunkelroten Färbung, Lamm ist hellrot bis rot mit leichter Fettmarmorierung. Schweinefleisch dagegen ist im Idealfall rosa und hell glänzend. Wild wiederum sollte rötlich bis dunkelbraun sein.

 

Die Marmorierung

Die Marmorierung des Fleisches entsteht durch Fettäderchen im Muskelgewebe. Beim Garen und Braten verbessert ein höherer Fettgehalt im Muskel den Geschmack, je marmorierter das Fleisch, desto besser ist also der Geschmack.

 

Je höher umgekehrt der Muskelfleischanteil ist, desto magerer ist das Fleisch. Ohne die weiße Marmorierung lässt allerdings nach der Zubereitung der Geschmack nach.

 

 

Milch und Milchprodukte richtig lagern und verarbeiten

Milch ist eines der vielseitigsten Nahrungsmittel: Sie enthält viel Calcium, viele Vitamine und Mineralstoffe. Milch ist aber auch ein idealer Nährboden für Bakterien und Krankheitserreger.

 

Daher unterliegen Milch, Milchprodukte und milchproduzierende oder verarbeitende Betriebe strengen Hygienevorschriften.

 

Die von der Kuh gewonnene Rohmilch wird an Molkereien geliefert und dort zur so genannten standardisierten Milchsorten oder zu Milchprodukten wie Joghurt, Käse oder Butter weiterverarbeitet.

 

Je nach Grad der Verarbeitung werden folgende Milchsorten unterschieden: Die Rohmilch ist die gänzlich unbearbeitete Milch.

 

Wird Rohmilch verpackt und gefiltert, erhält man die so genannte Vorzugsmilch. Die den meisten Verbrauchern aus dem Kühlregal bekannte fettarme Milch und Vollmilch sind standardisierte Milchsorten: Ihr Milchfettgehalt bleibt durch die Trennung in Magermilch und Rahm und die anschließende Neumischung konstant bei 1,5 oder 3,5 Prozent.

 

Sahne, Schlagsahne und Kaffeesahne werden aus dem Rahm der Milch gewonnen und enthält zwischen 25 und 35 Prozent Fett.

 

Im Handel angebotene Milch ist kennzeichnungspflichtig: Mindesthaltbarkeitsdatum, Inhaltsmenge, Fettgehalt und Inhaltsstoffe, die Milchsorte und die Molkerei müssen auf der Packung angegeben sein.

Da außer der Roh- und Vorzugsmilch jede Milchsorte konserviert wird, muss die Art der Haltbarmachung ebenfalls gekennzeichnet werden.

 

Milch und Milchprodukte permanent kühlen

Verbraucher sollten im Umgang mit Milch und Milchprodukten auf Frische und permanente Kühlung achten. Rohmilch sollte vor dem Verzehr in jedem Fall abgekocht werden.

 

Vorzugsmilch sollte innerhalb von zwei bis drei Tagen verbraucht werden. Bei beiden Milchsorten besteht trotz umfassender Kontrollen das Restrisiko einer Infektion mit EHEC-Erregern.

 

 

Vorsicht (nicht nur) mit rohen Eiern!

Eier sind hochwertige Lebensmittel, reich an Eiweiß und Fett, Mineralstoffen und den Vitaminen A, K, B2 und Folsäure.

 

Ein Ei gleicht nicht unbedingt dem anderen: Es gibt verschiedene Güte- und Gewichtsklassen, die auch auf der Verpackung zusammen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum, der Anzahl, dem Namen und der Kennnummer der Packstelle ausgezeichnet sein müssen.

 

Zusätzlich sind zwei wichtige Verbraucherhinweise auf der Verpackung vorgeschrieben: "Nach Kauf bei Kühlschranktemperatur aufbewahren" und "Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums durcherhitzen".

 

Diese Hinweise sind mit gutem Grund vorgeschrieben, denn rohe Eier oder aus ihnen hergestellte Speisen wie Mayonnaise oder Tiramisu, sind häufig die Quelle von Salmonelleninfektionen. Man schätzt, dass etwa ein Drittel aller Lebensmittelvergiftungen insgesamt durch Eier oder durch mit Eiern hergestellte Produkte hervorgerufen werden.

 

Eine Belastung von Rohprodukten mit Salmonellen ist auch bei noch so strenger Kontrolle der Rohware nicht völlig auszuschließen. Bei den notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung von Salmonellen-Infektionen steht daher an erster Stelle der hygienische Umgang mit Lebensmitteln:

Durch gründliches Erhitzen von Eiern oder Eiprodukten können die meisten Salmonellen-Infektionen vermieden werden. Tiramisu und Mayonnaise sollten frisch verzehrt und auch bei guter Kühlung nur wenige Stunden aufgehoben werden.

 

Beim Kontakt mit Eiern und Eierschalen sollten vor und auch während der Zubereitung von Mahlzeiten die Hände mit heißem Wasser gewaschen werden. Kochutensilien, die mit dem rohen Ei oder der Schale in Kontakt kommen, sollten zunächst heiß gespült werden, ehe sie mit anderen Lebensmitteln in Kontakt kommen.

 

Ei-Speisen sollten nicht lange warm gehalten werden. Wenn zubereitete Gerichte nicht sofort verzehrt werden können, sollten die Speisen kalt gestellt und vor dem Verzehr erneut gründlich erhitzt werden. Eier und Ei-Speisen sollten getrennt von anderen Lebensmitteln gelagert werden.

 

 

 

Lebensmittelhygiene: Fisch

Frischer Fisch gilt als gesund: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ein bis zweimal mal Fisch pro Woche. Dank seines hohen Gehalts an wichtigen Aminosäuren ist Fisch ein wertvoller Lieferant für tierische Eiweiße.

 

Seefisch enthält zudem viel Jod, das die Schilddrüse zur Hormonproduktion verwendet und gilt als bedeutendste natürliche Quelle für Vitamin D, einer wichtigen Substanz für die Knochenbildung und das Immunsystem. Fettfische wie Hering, Lachs und Makrele sind zudem reich an Omega-3-Fettsäuren, die den Blutfettspiegel günstig beeinflussen und das Risiko eines Herzinfarktes senken sollen.

 

Frisch kaufen – stets kühlen – durch und durch garen

Roher Fisch kann lebende Parasiten enthalten, die durch die Nahrungskette im Meer schließlich auch Speisefische wie Hering, Thunfisch oder Lachs erreichen. Einige von ihnen können beim Verzehr in den menschlichen Darm gelangen, sich dort vermehren und Krankheiten auslösen.

 

Achten Sie darauf, nur frischen Fisch zu kaufen. Feuchte, hellrote Kiemen, glänzende Haut, ein neutraler Geruch und klare Augen sind Zeichen für Frische. Sieht die Haut blass aus, sind die Kiemen verklebt oder können Sie einen unangenehmen Fischgeruch wahrnehmen, deutet dies auf eine unsachgemäße Lagerung oder eine Unterbrechung der Kühlkette hin.

 

Säuerlich oder tranig-faulig riechenden Fisch sollte man auf keinen Fall mehr verzehren.

 

Der beim Händler angebotene Fisch sollte nicht nur auf dem Eis liegen, sondern auch damit bedeckt sein. Beim Einkauf sollte frischer Fisch sofort in eine Kühltasche gelegt und umgehend nach Hause transportiert werden.

 

Im Kühlschrank kann roher Fisch bei vier Grad Celsius etwa einen Tag aufbewahrt werden. Gegarter oder geräucherter Fisch hält sich im Kühlschrank etwa zwei Tage.

 

Bei der Zubereitung gilt die Faustregel, den Fisch so lange zu garen, bis er undurchsichtig ist und sich mit einer Gabel leicht zerteilen lässt. Soll Fisch roh, etwa als Sushi, verzehrt werden, so muss er einige Tage lang bei –20 Grad Celsius eingefroren werden. Durch Auftauen im Kühlschrank oder in der Mikrowelle wird die Vermehrung von Keimen vermieden.

 

Wie bei allen leicht verderblichen Lebensmitteln sollte auch Fisch von anderen Speisen, die nicht erhitzt werden, getrennt aufbewahrt und zubereitet werden. Hände, Küchengeräte und Arbeitsflächen sollten während und nach der Zubereitung des Fischs gründlich mit heißem Wasser gereinigt werden.

 

 

 

 

 

Woran erkennt man frischen Fisch?

Frischer Fisch
wie_frisch_ist_der_fisch.pdf
Adobe Acrobat Dokument 145.8 KB

 

 

 

Und bei Muscheln?

Was muss man bei der Zubereitung von Muscheln wissen und beachten?

Zubereitung von Muscheln, was muß ich beachten?!
krank_durch_muschelessen.pdf
Adobe Acrobat Dokument 103.2 KB

 

Fisch-Ratgeber

Hauptsache frisch!

 

Der Geruch ist ein wichtiges Merkmal: Fangfrischer Fisch riecht unaufdringlich, nicht penetrant.

Die Augen sind bei fangfrischem Fisch klar und glänzend. Vorsicht bei trüben und eingefallenen Augen!

Kiemen sind bei frischem Fisch hellrot.

Sind sie verklebt, farblos oder schlaff ( siehe Bild ), sollte der Fisch nicht mehr verzehrt werden. Scheuen Sie im Zweifelsfall also nicht davor zurück, sich vom Fischhändler die Kiemen zeigen zu lassen.

 

Gerade in Bayern ist fangfrischer Fisch nicht immer zu haben. Die Alternative kommt aus der Tiefkühltruhe. Tiefkühlfisch wird inzwischen bereits auf hoher See tiefgefroren. Wird die Kühlkette nicht unterbrochen, bewahrt er seine Frische bis zum Einkauf.

 

 

Fisch lässt man übrigens am besten in kaltem Wasser oder direkt im Kühlschrank auftauen. Beides geht relativ schnell und schont den Fisch. Anschließend sollte der Fisch unmittelbar zubereitet werden.

 

Die Mikrowelle ist beim Auftauen tabu: Wer Fisch zu schnell auftaut, riskiert, das die Fasern beschädigt werden und der Fisch auseinanderfällt.

 

Fisch sollte möglichst kühl gelagert werden. Im Kühlschrank bietet sich das unterste Fach an, da Kälte nach unten wandert. Frischer, roher Fisch sollte maximal einen Tag im Kühlschrank gelagert werden, zubereiteter Fisch höchstens zwei Tage.

 

Geräucherter Fisch hält sich im Kühlschrank maximal 14 Tage; ist er vakuumverpackt, kann man sich in aller Regel auf das Mindesthaltbarkeitsdatum verlassen.

 

Die norwegische, allerdings nicht mehr ganz so frische Alternative für Hartgesottene: getrockneter Stockfisch, der praktisch unbegrenzt haltbar ist und den man bei Bedarf in Wasser aufquellen lässt.

 

 

 

(Quelle: TÜV SÜD)